5012049 – Nationalismus und Kosmopolitanismus
John Rawls (1921-2002), der einflussreichste Politische Philosoph des zwanzigsten Jahrhunderts, hat mit seiner Schrift 'The Laws of Peoples' (1999) versucht, dem Gedanken einer gerechten und friedlichen Weltordnung Form zu geben. Rawls' 'realistische Utopie' einer Pluralität von Staaten, die sich auf ein System globaler Regeln und Institutionen einigen, ist seither kontrovers diskutiert worden. Ein Kritikpunkt lautet, dass Rawls dem nationalen Eigensinn zu große Zugeständnisse mache und dass eine befriedigende Theorie globale Gerechtigkeit konsequenter kosmopolitisch angelegt sein müsse. In unserem Seminar betrachten wir die Entstehungsgeschichte von 'The Law of Peoples', studieren gemeinsam die Schrift und gehen auf die anschließende philosophische Debatte ein. Studienleistung: Aktive Teilnahme, Erledigung von Arbeitsaufträgen