5012054 – Erinnerung und Gedächtnis – kollektive und individuelle Formen der Vergangenheitskonstruktion
Das Seminar führt in zentrale Konzepte der Erinnerungs- und Gedächtnisforschung ein und fragt danach, wie Erinnerung entsteht – und wer darüber entscheidet, was erinnert wird. Wie sehr sind Vorstellungen von Vergangenheit von sozialen Gruppen, Medien, politischen Interessen und individuellen Erfahrungen geprägt sind?
Wir beschäftigen uns mit theoretischen Ansätzen von kollektivem Gedächtnis über lieux de mémoire bis hin zu autobiografischen Erinnerungsformen. Wir lesen und diskutieren gemeinsam eine Auswahl zentraler Grundlagen der Erinnerungsforschung und ergänzen diese durch ganz aktuelle Beiträge aus dem Feld der Memory Studies. Neben der Analyse ausgewählter Fallbeispiele, liegt der Schwerpunkt des Seminars auf der Lektüre von Fachliteratur. Als „methodisches Feature“ werden wir Kompetenzen und Strategien im Seminar erarbeiten, mit denen sich schwierige Texte erschließen lassen.
Die Studienleistung besteht neben der erfolgreichen Teilnahme an der Veranstaltung (zu der regelmäßige Anwesenheit in den Seminarsitzungen sowie deren intensive Vor- und Nachbereitung gehören) aus aktiven mündlichen Beiträgen und der Anfertigung eines Lernjournals in Briefform.