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[2311615] Digitaltechnik (WS 19/20)

Allgemeine Informationen

Wichtige Informationen
Diese Vorlesung stellt eine Einführung in wichtige theoretische Grundlagen der Digitaltechnik dar, die für Studierende des 1. Semesters Elektrotechnik sowie Mechatronik vorgesehen ist. Da sie daher nicht auf Kenntnissen der Schaltungstechnik aufbauen kann, stehen abstrakte Modellierungen des Verhaltens und der Strukturen im Vordergund. Darüber hinaus soll die Vorlesung auch Grundlagen vermitteln , die in anderen Vorlesungen gebraucht werden.
Kursprogramm
Zunächst geht die Vorlesung auf den wichtigen Begriff Information ein und zeigt, daß die Digitaltechnik eine spezielle technische Lösung zur Behandlung von Information ist. Dannach wird der Systembegriff eingeführt und verdeutlicht, daß komplexe Systeme stets einer hierarchischen Aufteilung bedürfen, um sie verstehen und entwerfen zu können. Auf dieser Basis läßt sich dann folgern, daß Entwerfen stets als eine wiederholte Transformation von Verhaltens- in Strukturbeschreibungen aufgefaßt werden kann.

Die Begriffe Nachricht und Signal sind Gegenstand eines weiteren Kapitels. Von in Zeit und Amplitude stetigen Signalen ausgehend werden dann als besonders einfache Darstellung das zeit- und wertdiskrete Binärsignal und daraus zusammengesetzte komplexere Signalformen eingeführt.

Die Darstellung von Information durch technische Signale setzt stets eine Verabredung über die Zuordnung zwischen unterscheidbaren Elementen der Informations- und der Signaldarstellung voraus, die sogenannten Codes. Daher bringt die Vorlesung Grundbegriffe von Codes und Codierung und beschriebt einige wichtige Klassen von Codes, die zur Analog/Digital-Wandlung, für Schnittstellen, zur Fehlerentdeckung und Fehlerkorrektur, für numerische Zwecke und zur optimalen Darstellung dienen. Codewandlung und Codeumschaltung schließen diese Betrachtung ab.

In einem umfangreichen Kapitel werden formal/mathematische Grundlagen behandelt. Zunächst sind Mengen, Operationen auf Mengen und Relationen zwischen Mengenelementen Gegenstand der Vorlesung. Danach folgen einige Grundlagen der Graphentheorie. Schließlich wird gezeigt, daß die Boolsche Algebra als Basis für eine spezielle Schaltalgebra dienen kann. Aufbauend auf den zugehörigen Regeln wird der Begriff der Schaltfunktion, deren grafische Darstellung und Typisierung bis hin zu den Normalformtheoremen abgeleitet und wichtige Basissysteme zur Darstellung schaltalgebraischer Ausdrücke betrachtet. Entwicklungssatz, das Rechnen mit Belegungsblöcken und Termen sowie Minimierungsmaßnahmen sind weitere Themen dieses Kapitels.

Nachdem die formalen Grundlagen zur Verfügung stehen, werden auf der Basis von Binärschaltern geeignete technische Komponenten und Strukturen entwickelt, die eine unmittelbare Umsetzung formaler Beziehungen in technische Lösungen erlauben. Schaltglieder (Gatter), Schaltnetze und synchrone Schaltwerke sowie daraus abgeleitete spezielle Funktionseinheiten wie Zähler, (Schiebe-)Register und Digitalspeicher leiten dann über zu zusammengesetzten Strukturen, wobei insbesondere der Universalrechner nach J. von Neumann behandelt wird.

Veranstaltungsdaten

Dozent(en)
Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jürgen Becker; M. Sc. Fabian Kempf
Studiengang
ETIC & MECHINF
Abschluß
Bachelor
SWS
3+1
Credits
6
Ort
Daimler Hörsaal
Termin
Di: 9:45 - 11:15 ; Do: 11:30 - 13:00
Zyklus
wöchtl.

Allgemein

Sprache
Deutsch

Kontakt

Name
Fabian Kempf
Zuständigkeit
Übungsleiter
Telefon
0721 608 - 45285
E-Mail

Verfügbarkeit

Zugriff
15. Okt 2019, 08:00 - 31. Dez 2020, 23:55
Aufnahmeverfahren
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Zeitraum für Beitritte
Unbegrenzt

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1419115
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Erstellt am
05. Sep 2019, 16:57