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5014224 - Medialisierung in der Wissenschaftskommunikation: Softwarekatastrophen – Medienkatastrophen? [WÖ] | SS 2015

Medialisierung in der Wissenschaftskommunikation: Softwarekatastrophen in den Medien (oder: Was Softwarekatastophen anrichten - und was wir aus ihnen lernen können.) Software durchzieht unser ganzes Leben: sie sitzt in Autos und Fahrstühlen, steuert unsere Kommunikation in Sozialen Medien, unterstützt uns bei der Literatursuche, hilft uns beim Onlinekauf. In den Medien sind Informatikthemen allerdings eher selten präsent - außer, es geht etwas schief: So sprengte sich die Ariane 5-Rakete 1996 aufgrund eines Softwareproblems selbst in die Luft. Dieses Proseminar beschäftigt sich mit Softwarekatastrophen als besonders prominenten Reibungspunkten von Mensch, Softwaretechnik, Medien und Gesellschaft. Im ersten Seminarteil beschäftigen wir uns mit der Informatik als Wissenschaft: Was ist Software, was ist Softwaretechnik? Wir werden feststellen, dass Software eine bestimmte Art des Analysierens von Prozessen darstellt. Danach analysieren wir, wie es zu Softwarekatastrophen kommt - häufig sind nicht Bits und Bytes, sondern menschliche Fehlentscheidungen oder organisatorische Schwächen der Grund. Wir lernen Software also als gesellschaftliches Produkt kennen. Dabei nehmen wir auch deren Präsenz in den Medien in den Blick und untersuchen, wie die Medienlogik mit diesen Ereignissen umgeht. Im zweiten Teil des Seminars führen die Teilnehmer Interviews mit Informatikern und bereiten diese als journalistische Produkte für ein Online-Medium auf. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Auswertung und Debatte: Gibt es einen Wissenstransfer zwischen Informatik, Medien und Gesellschaft - und wenn nein, warum nicht? Welche Rolle spielt der Informatiker als Experte in den Medien, wie funktioniert die Medienlogik in Bezug auf Informatikthemen? Das Proseminar findet in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Softwareentwicklung und -qualität statt (Prof. Ralf Reussner, Fakultät für Informatik). Seine Studierenden werden im Laufe des parallelen Informatik-Proseminars zu Experten für einzelne Softwarekatastrophen. Die „Journalisten“ unseres Seminars gehen mit der medialen Brille an diese Katastrophen heran. Vorkenntnisse: Dieses Seminar richtet sich insbesondere an Studierende des Studiengangs Wissenschaft - Medien - Kommunikation (gerne bereits ab dem 2. Semester), ist aber auch offen für andere Studiengänge, z.B. Germanistik (BA/MA: PS 4.1) oder Deutsch/Lehramt (VM MTM und KTM). Informatikkenntnisse sind nicht notwendig, Vorkenntnisse in Recherche und Interviewführung sind wünschenswert.

Allgemeine Informationen

Wichtige Informationen
Achtung Raumänderung!!! Geb. 20.30 ("Mathegebäude"), Raum 4.46

Termine:
In den ersten vier Blockseminaren beschäftigen wir uns u.a. mit den Themen Software und Gesellschaft, Informatik und Medien, Softwarekatastrophen, Interviewführung. Bitte merken Sie sich folgende Termine vor:

1. Sitzung: Mo., 20.4.15, 9:45-13:00 Einführung
2. Sitzung: Fr., 24.4.15, 14:00-17:15 (evtl. gemeinsam mit Informatik-Seminar)
3. Sitzung: Mo., 4.5., 9:45-13:00 theoretische und praktische Vorbereitung I
4. Sitzung: Fr., 22.5., 14:00-17:15 theoretische und praktische Vorbereitung II

In der Woche etwa ab dem 12.6. bis etwa 19.6. führen Sie Interviews. Die Termine werden noch abgestimmt.

5. Sitzung: Mo., 22.6., 9:45-13:00 Interviewauswertung, Vorbereitung Blogbeiträge

10.7. ABGABE BLOGBEITRÄGE

6. Sitzung: Mo., 13.7., 9:45-13:00 Feedback zu den Blogbeiträgen; Vorbereitung des gemeinsamen Blogseminars, Vorbesprechung der Hausarbeiten

voraussichtlich in der 1. Woche nach Vorlesungsende (20.-24.7.)

7. Sitzung: GEMEINSAMES BLOCKSEMINAR (Auswertung der Beiträge, Transferdiskussion: Wie kommt Informatik in die Medien?)

30.9. ABGABE PROSEMINARARBEIT (5-7 Seiten)


Literatur:
Zum lockeren Einlesen: Ein Gastbeitrag eines Softwaretechnikers auf Florian Freistetters Wissenschaftsblog Astrodicticum Simplex, 2014: Was ist Softwaretechnik?
http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2014/09/11/was-ist-softwaretechnik/

Kursprogramm
Lernziele:
• Kennenlernen und Umgang mit Problemen an der Schnittstelle Informatik-Gesellschaft sowie Informatik-Medien; Umgang mit entsprechender Forschungsliteratur; wissenschaftliches Arbeiten
• Einüben des interdisziplinären Arbeitens und Kommunizierens
• Training journalistischen Handwerkszeugs

Leistungsnachweis:
kurze Vorträge, Debattenbeiträge, Experteninterview und Verfassen eines journalistischen Werkstücks, kleine Proseminar-Hausarbeit (ca. 7 Seiten)

Veranstaltungsdaten

Dozent(en)
Leßmöllmann
SWS
2
Credits
WMK: 4; BA/MA Germanistik: 6; LA: 3 LP
Veranstaltungsart
Proseminar
Ort
Geb. 20.30 ("Mathegebäude"), Raum 4.46
Termin
20.04. (09:45-13:00 Uhr); 24.04. (14:00-17:15 Uhr); 04.05. (09:45-13:00 Uhr); 22.05. (14:00-17:15 Uhr); 22.06. und 13.07. (jeweils 09:45-13:00 Uhr), sowie ein gemeinsames Blockseminar mit Informatikstudierenden in der 1. Woche nach Vorlesungsende, Termin wird noch bekannt gegeben
Zyklus
Block

Zusammenfassung

Medialisierung in der Wissenschaftskommunikation: Softwarekatastrophen in den Medien (oder: Was Softwarekatastophen anrichten - und was wir aus ihnen lernen können.)


Software durchzieht unser ganzes Leben: sie sitzt in Autos und Fahrstühlen, steuert unsere Kommunikation in Sozialen Medien, unterstützt uns bei der Literatursuche, hilft uns beim Onlinekauf. In den Medien sind Informatikthemen allerdings eher selten präsent - außer, es geht etwas schief: So sprengte sich die Ariane 5-Rakete 1996 aufgrund eines Softwareproblems selbst in die Luft. Dieses Proseminar beschäftigt sich mit Softwarekatastrophen als besonders prominenten Reibungspunkten von Mensch, Softwaretechnik, Medien und Gesellschaft.

Im ersten Seminarteil beschäftigen wir uns mit der Informatik als Wissenschaft: Was ist Software, was ist Softwaretechnik? Wir werden feststellen, dass Software eine bestimmte Art des Analysierens von Prozessen darstellt. Danach analysieren wir, wie es zu Softwarekatastrophen kommt - häufig sind nicht Bits und Bytes, sondern menschliche Fehlentscheidungen oder organisatorische Schwächen der Grund. Wir lernen Software also als gesellschaftliches Produkt kennen. Dabei nehmen wir auch deren Präsenz in den Medien in den Blick und untersuchen, wie die Medienlogik mit diesen Ereignissen umgeht.

Im zweiten Teil des Seminars führen die Teilnehmer Interviews mit Informatikern und bereiten diese als journalistische Produkte für ein Online-Medium auf. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Auswertung und Debatte: Gibt es einen Wissenstransfer zwischen Informatik, Medien und Gesellschaft - und wenn nein, warum nicht? Welche Rolle spielt der Informatiker als Experte in den Medien, wie funktioniert die Medienlogik in Bezug auf Informatikthemen?

Das Proseminar findet in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Softwareentwicklung und -qualität statt (Prof. Ralf Reussner, Fakultät für Informatik). Seine Studierenden werden im Laufe des parallelen Informatik-Proseminars zu Experten für einzelne Softwarekatastrophen. Die „Journalisten“ unseres Seminars gehen mit der medialen Brille an diese Katastrophen heran.

Vorkenntnisse:
Dieses Seminar richtet sich insbesondere an Studierende des Studiengangs Wissenschaft - Medien - Kommunikation (gerne bereits ab dem 2. Semester), ist aber auch offen für andere Studiengänge, z.B. Germanistik (BA/MA: PS 4.1) oder Deutsch/Lehramt (VM MTM und KTM). Informatikkenntnisse sind nicht notwendig, Vorkenntnisse in Recherche und Interviewführung sind wünschenswert.

Allgemein

Sprache
Deutsch
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